Mitarbeiterinnen

Christine Helbing (Juristin)

Christine Helbing (Jahrgang 1978) ist seit 2020 als Juristin (lic. iur. HSG) in der Steuerkanzlei Rolf Benz tätig.
  
Sie verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Steuer-, Bank- und Vorsorgewesen bei international tätigen Konzernen. Frau Helbing beschäftigt sich schwerpunktmässig mit Fragen rund um die Besteuerung von Grundstücken und führt Nachsteuer- und Bussenverfahren.


Ausbildung

  • Studium der Rechtswissenschaft an der Universität St. Gallen, lic. iur. HSG (2004)
  • Matura, Profil Wirtschaft und Recht (1998)

Berufliche Erfahrungen

  • Juristin bei einer Versicherung (für Freizügigkeits- und Vorsorgestiftungen)
  • Juristin bei einer Grossbank (für Lebensversicherungen)
  • Steuerberaterin bei einer grossen Treuhandgesellschaft
Sprachen

  • Deutsch: Muttersprache
  • Englisch: verhandlungssicher
  • Französisch, Spanisch, Italienisch: passiv
Telefon +41 52 551 23 02
christine.helbing@benzlaw.ch

Vier Geschwister erhielten im Jahr 2011 von ihrem Vater gemeinsam eine Liegenschaft als Erbvorbezug. Seither bildeten sie eine antizipierte Erbengemeinschaft. Nach dem Tod des Vaters kauft ein Sohn seine drei Geschwister aus. Zuvor hat er vom Gemeindesteueramt per Mail die Auskunft erhalten, dass die Handänderung zum Aufschub der Grundstückgewinnsteuer berechtigt. Nach Prüfung der Steuererklärung für die Grundstückgewinnsteuer kommt das Steueramt gestützt auf eine Lehrmeinung in einer Fachzeitschrift auf seine rechtliche Würdigung zurück und stellt für die drei Geschwister eine Grundstückgewinnsteuer von Fr. 132'000.-- in Aussicht. Ich unterbreite dem Steueramt eine rechtliche Analyse, wonach die Lehrmeinung nicht überzeugt. Zudem mache ich geltend, dass die Mail-Auskunft verbindlich sei. Der Grundsteuerausschuss gewährt in der Folge den Steueraufschub.
Ein Klient, der sein Einfamilienhaus in Winterthur für Fr. 1'500'000.-- verkauft hat, beauftragt uns mit der Steuererklärung für die Grundstückgewinnsteuer. Den Verkehrswert vor 20 Jahren, der anstelle der Anlagekosten geltend gemacht werden kann, hat das Steueramt der Stadt Winterthur vor der Handänderung mit Fr. 1'005'000.-- berechnet. In der Steuererklärung beantragen wir mit entsprechender schriftlicher Begründung einen Verkehrswert vor 20 Jahren von Fr. 1'150'000.--. Das Steueramt übernimmt diesen Wert, womit sich der steuerbare Grundstückgewinn um Fr. 145'000.-- und die Grundstückgewinnsteuer um Fr. 29'000.-- reduziert.
Gegen eine Klientin wird ein Nachsteuer- und Bussenverfahren 2014 eröffnet, weil sie einen Bonus, den sie im Jahr 2014 für das Vorjahr erhalten hat, in ihrer Steuererklärung 2014 nicht deklarierte. Die Klientin erhält vom Kantonalen Steueramt Gelegenheit, zur Nachsteuer von Fr. 29.875.60 (zuzüglich Verzugszinsen) und zur Busse von Fr. 14'930.00 (50% der Nachsteuer) Stellung zu nehmen. Wie sich herausstellt, hatte der Arbeitgeber auf dem Lohn die Quellensteuer in Abzug gebracht, die der Klientin nie angerechnet wurde. Ich zeige auf, dass die Quellensteuer höher war als die entgangene ordentliche Steuer. Nach Einsicht in mein Schreiben stellt das Kantonale Steueramt das Verfahren ein, da infolge Anrechnung der bereits geleisteten Quellensteuer kein Steuerausfall vorliegt.